Carsten Gansel: Ausradiert?
Wie die Literatur der DDR verschwand.
Von Christa und Gerhard Wolf, Uwe Johnson, Werner Bräunig, Gerti Tetzner, Brigitte Reimann, Fritz Rudolf Fries; Von Irmtraud Morgner bis Ulrich Plenzdorf, bis Volker Braun bis Jenny Erpenbeck... Warum so viele ostdeutsche Schriftsteller aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind
Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten.
Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung.
Reclam, Hardcover, 383 Seiten,
Hoffnungstraße 18
Nordrhein-Westfalen
Essen, Deutschland, 45127
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